Straußwirtschaft

Der eigene Ausschank eines Weinguts, nur für einen begrenzten Teil des Jahres geöffnet.

Eine Straußwirtschaft ist der Ausschank eines Weinbaubetriebs im eigenen Haus: ausgeschenkt wird der selbst erzeugte Wein, dazu gibt es einfache Speisen. Das Besondere ist die zeitliche Begrenzung — geöffnet werden darf nur einen Teil des Jahres, verbreitet vier Monate; die genaue Frist regelt das jeweilige Landesrecht und ist nicht überall gleich.

Der Name kommt vom Strauß aus Reben oder Efeu, der früher über der Tür hing und anzeigte, dass ausgeschenkt wird. Dieselbe Einrichtung heißt je nach Gegend anders: in Württemberg Besenwirtschaft, in Franken Hecken- oder Häckerwirtschaft, an Mosel, Rhein, Nahe und in der Pfalz Straußwirtschaft.

Weil die Öffnung an eine Saison gebunden ist, lohnt vor der Fahrt immer der Blick auf die Zeiten des jeweiligen Betriebs.

Auch: Strausswirtschaft, Straußwirtschaften, Straußenwirtschaft

Siehe auch
  • BesenwirtschaftDer württembergische Name für die Straußwirtschaft — derselbe saisonale Eigenausschank.
  • HeckenwirtschaftDer fränkische Name für den saisonalen Eigenausschank eines Weinguts.
  • HäckerwirtschaftFränkischer Name für den Eigenausschank; „Häcker“ ist das alte Wort für den Winzer.
  • GutsausschankDie Gaststätte eines Weinguts — anders als die Straußwirtschaft nicht an eine Saison gebun...
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